Antriebslosigkeit

Hier finden Sie Hintergrund- informationen und einen äußerst effektiven Ansatz zur Auflösung der Antriebslosigkeit.

Redeangst

Ursachen- statt Symptombehandlung!

Definition

 

Antriebslosigkeit Definition 

Wer unter Antriebslosigkeit leidet, dem fällt es sehr schwer, sich zu einer Aktivität aufzuraffen und aktiv zu werden. Hierbei geht es nicht um große Vorhaben, sondern dies betrifft schon Alltagshandlungen und den allgemeinen Tagesablauf. Es fehlt an Energie und Motivation – selbst für Dinge, die man früher gerne und aus freien Stücken getan hat wie zum Beispiel Freizeitaktivitäten. Bei dem Symptom der Antriebsminderung handelt es sich um ein Konglomerat aus seelischen und körperlichen Anzeichen, die sich gegenseitig beeinflussen, sodass sich aus einer Antriebsschwäche mit der Zeit schleichend auch eine ausgeprägtere Antriebsstörung entwickeln kann, wenn der Teufelskreis nicht unterbrochen wird.

 

Auswirkungen

Antriebslosigkeit Auswirkungen

Normalerweise verspüren wir einen natürlichen Antrieb, an unser Tagewerk zu gehen. Manchmal mag die Motivation im Alltag zu wünschen übrig lassen, das kennt jeder. Jedoch gelingt es uns dann im Normalzustand trotzdem, uns selbst einen Ruck zu geben, weil die Pflicht ruft oder weil wir wissen, dass wir uns nach der Sporteinheit wieder so gut ausgepowert fühlen werden.

Bei einer Antriebsschwäche hingegen fehlen Schwung und Freude über einen überdauernden Zeitraum hinweg. Auf einmal fällt es einem schwer, sich neue Ziele zu setzen, sie zu verfolgen und zu erreichen. Es fehlt schlicht die Kraft und Motivation, für sich selbst gut zu sorgen und sich Gutes zu tun, worunter Wohlbefinden und Gesundheit weiter leiden.

Typisch für eine Antriebsstörung sind verminderter Elan, Schwung und Freude in Bezug auf wichtige Lebensbereiche wie Beruf, Hobby, Familie und Freunde. Werden diese Bereiche vernachlässigt, führt das häufig zu Missverständnissen im Umfeld. Im Freundeskreis fehlt erstmal das Verständnis dafür, dass plötzlich immer häufiger Verabredungen abgesagt werden oder wenn doch ein Treffen zustande kommt, dass dann die gewohnte gute Laune ausbleibt.

Die fehlende Eigeninitiative, sich im beruflichen wie privaten Umfeld einzubringen, ist ein erstes Anzeichen, dass etwas nicht stimmt. Häufig sind auch Stress oder Unzufriedenheit bzw. andere seelische Belastungen ein erster Grund, antriebslos zu werden. Wird dann nicht genauer hingeschaut, sondern alles so fortgeführt, verschlimmert sich in der Regel der Zustand zwangsläufig und kann sogar bis in eine Depression führen. Genauso kann die Antriebsstörung auch Teil einer Depression sein. Sie bezeichnet dann die depressiven Aspekte, dass die Erledigung alltäglicher Dinge große Anstrengung kostet und Aktivitäten, die früher mit Freude ausgeführt wurden, eingeschränkt werden.

Seitens des sozialen Umfeldes kann schon mal der Satz fallen: „Jetzt stell dich doch nicht so an.“ Diese kritische Aufforderung ermahnt immer aufgrund des Unverständnisses angesichts der Untätigkeit des Betroffenen. Seine Passivität vermindert tatsächlich die Möglichkeit, positive Erlebnisse zu haben, die die Stimmung und Lebensfreude wieder positiv beeinflussen können.

Nach einem längerem Zustand der Antriebshemmung treten zumeist weitere Symptome auf, die sich gegenseitig verstärken und dazu führen, dass man sich erst recht antriebslos fühlt. Oft spielt irgendeine Art von Stress eine Rolle. Durch die geringe körperliche Aktivität gepaart mit negativen Gedenken, wie sie typisch für ein Stimmungstief sind, entsteht innere Unruhe und Schlaflosigkeit oder Schlafstörungen, die wiederum müde und abgeschlagen machen.

Ein verminderter Antrieb ist unkritisch, wenn durch genügend Schlaf und Erholung, z.B. auch Urlaub, das Wohlbefinden wieder gesteigert wird. Wird jedoch die eigene Gesundheit seelisch wie körperlich vernachlässigt, tragen Bewegungsmangel und schlechte Ernährung zusätzlich zur Abwärtsspirale bei.

Betroffene klagen bei fortgeschrittener Störung des Antriebs neben Stimmungstiefs auch über Konzentrationsprobleme und Lethargie. Einerseits fehlt also der Anreiz, etwas zu tun. Positive Aspekte einer Aktivität lösen keine Vorfreude oder Tatendrang aus. Und wenn man am Schreibtisch sitzt, um etwas zu erledigen und die Aufgaben vor sich hat, fällt es schwer, sich darauf zu konzentrieren und einen klaren Gedanken zu fassen. Es gelingt nicht, die Informationen zu verarbeiten und Schlussfolgerungen daraus zu ziehen. Wenn es so weit ist, sollte man sich Hilfe suchen, um etwas dagegen zu unternehmen, bevor es zu einer handfesten Diagnose wie Burn-out oder Depression kommt.

Durch Druck von außen, aber auch durch selbst gestellte Ansprüche, sinkt die Motivation nach und nach weiter ab. Ermunterungsversuche missglücken, denn bei vermindertem Antrieb ist es fast unmöglich, sich aufzuraffen und zusammenzureißen. Familie und Arbeitsumfeld fordern aber genau das. Sie meinen es nur gut und wollen einfach nur helfen angesichts der Lustlosigkeit und Demotivation, mitunter auch Unentschlossenheit und Zögerlichkeit, die sie beim Betroffenen beobachten können. Sie möchten verhindern, dass sich die Person zurückzieht, vielleicht in ein seelisches Loch rutscht. Doch so einfach ist das nicht immer.

Antriebshemmung ist ein Symptom, welches komplex zusammengesetzt ist und aus psychischen sowie körperlichen Vorgängen und Einflussfaktoren entstanden ist und dynamisch durch deren Interaktionen untereinander beeinflusst wird. Es löst bei zunehmender Ausprägung immer mehr das Gefühl aus, sich, den eigenen Körper oder das Leben nicht mehr im Griff zu haben, weil man mental nicht mehr das leisten kann, was man gerne würde. Nämlich sich zu etwas zu motivieren, sich für etwas zu begeistern und Ziele zu erreichen, angefangen bei kleinen banalen Vorhaben. Man ist ausgebremst. Der fehlende Antrieb zwingt einen förmlich zum Stillstand. Wer sich in einer anforderungsreichen Situation befindet, etwa durch Job oder aufgrund eines pflegebedürftigen Angehörigen, der wird angesichts des Antriebsverlustes umso mehr Druck und Stress empfinden.

Es ist als hätte jemand die Notbremse gezogen; es geht nichts mehr weiter, der Körper kann nicht mehr. Vielmehr: er will nicht mehr. Und hier sollten wir achtgeben und genauer hinschauen, was hier unterbewusst zum Ausdruck gebracht wird. Wenn wir nicht erkennen, warum wir nicht mehr so funktioniert wie bisher, wird sich der Zustand verfestigen. Daher ist es wichtig, erste Warnsignale eines Erschöpfungszustandes, wie Antriebslosigkeit einer ist, zu erkennen und ihnen auf den Grund zu gehen.

So weist uns also die Antriebsschwäche darauf hin, dass wir auf uns selbst schauen sollten. Während das Interesse für alle anderen Personen und Aktivitäten schwindet, bleiben wir auf uns selbst zurückgeworfen. Es ist eine Chance, sich durch die Auseinandersetzung mit sich selbst besser kennenzulernen und im nächsten Schritt sich weiterzuentwickeln, um wieder die Lust aufs Leben und am Leben zu verspüren.

Da Antriebsstörungen Teil einer Depression ist,

behandeln wir die Antriebsstörungen

in unserer Depression-Kern-Therapie.

Diese ist bald hier verfügbar.

„Wer nicht täglich seine Furcht überwindet, hat die Lektion des Lebens nicht gelernt.“

Paul Gauguin (1848-1903),  französischer Maler, Mitbegründer des Synthetismus und Wegbereiter des Expressionismus

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