Die Depressions-Kern-Therapie

 

 

Benutzt die bewährte kognitive Verhaltenstherapie und die Schematherapie.

 

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Definition

Depression Definition

Mal niedergeschlagen und hoffnungslos zu sein, gehört zum Leben dazu. Plötzlich erscheint alles trist und man blickt pessimistisch in die Zukunft, traut sich vielleicht nicht mehr viel zu und grübelt. Oder man sitzt nur noch benommen da, mit leerem Kopf als wäre alles bisher Dagewesene wie ausgelöscht. Diese Verstimmung legt sich zum Glück in der Regel wieder, sobald das zugrundeliegende Erlebnis verarbeitet wurde. Nach einer Trennung, Tod oder Jobverlust und anderen traumatisierend wirkenden Lebensereignissen ist Trauer eine gesunde Reaktion der Psyche. Depressionen hingegen zeichnen sich aus durch länger anhaltende Symptome von gedrückter Stimmung, Interessenverlust und Antriebslosigkeit, die sich verfestigen und nicht mehr der Trauerverarbeitung dienlich sind. Bestehen die Symptome ununterbrochen über mindestens zwei Wochen hinweg, so handelt es sich möglicherweise um eine depressive Episode. Es kann tagesverlaufstypische Stimmungsschwankungen geben. Jedoch besteht grundsätzlich eine Unfähigkeit, emotional weiterhin normal zu reagieren auf die Menschen im Umfeld und auf die aktuellen Lebensumstände.
Bei einer Diagnose wird zwischen leichter, mittelgradiger und schwerer Depression unterschieden. Auch hier kann ein bestimmtes negatives Ereignis Auslöser für die depressive Verstimmung sein, die sich dann aufgrund genetischer Vorbelastung und einer generellen Überbelastung durch zum Beispiel Stress zu einer Depression manifestiert. Typisch ist ein Energiemangel, der dafür sorgt, dass man sich schnell müde fühlt, was wiederum zu einer weiteren Aktivitätseinschränkung führt.
Wie und mit welchen charakteristischen Symptomen eine Depression ausgeprägt ist, zeigt sich individuell sehr unterschiedlich. Je stärker die Depression ausgeprägt ist, desto weniger funktioniert der Mensch im Alltag, desto weniger kann er sein Leben selbst aktiv in die Hand nehmen.

Auswirkungen

Depression Auswirkungen

Es gibt wahrscheinlich so viele Formen der Depression wie es Betroffene gibt. Die Art, Ausprägung und Zusammensetzung der Symptome zeigt sich bei jedem anders. Manche sind verzweifelt, nervös und unruhig, andere niedergeschlagen und wehleidig, wieder andere sind gehemmt, verkrampft oder auch sogar apathisch. Die einen teilen ihre Gedanken verstärkt mit, die anderen verstummen. Immer jedoch ist das Aktivitätslevel sehr niedrig. Das heißt, wer von Depression betroffen ist, geht in der Regel nicht viel raus, bewegt sich wenig, sitzt oder liegt viel. Mit zunehmendem Schweregrad verstärkt sich die soziale Zurückgezogenheit, weil der Antrieb und der Anreiz fehlt. Freudvolle Momente können nicht mehr als solche wahrgenommen werden. Die Gefühlswelt besteht nur noch aus Graunuancen bis hin zu Schwarz. Außerdem schämen sich Betroffene mitunter sehr für ihren Zustand.
Depression ist auch oft mit Schuldgefühlen verbunden, nicht zuletzt weil Betroffene sich nutzlos fühlen angesichts ihrer Unfähigkeit, in Aktion zu treten. Bei einem solchen Schweregrad sind sie auf Unterstützung anderer angewiesen und können dadurch ein schlechtes Gewissen entwickeln, sie würden anderen zur Last fallen. Depressive leiden unter einem Verlust des Selbstwertgefühls. Im schlimmsten Fall kann dies zum Suizid führen.
Mit depressiven Episoden kann auch ein depressionstypisches somatisches Syndrom einhergehen. Auch dieses kann völlig unterschiedlich ausgeprägt sein. Zu den möglichen Symptomen zählen hierbei frühmorgendliches Erwachen oder ein Morgentief, deutlicher Appetitverlust oder auch deutlicher Gewichtsverlust, außerdem fehlendes Interesse an sexuellen Aktivitäten und Bewegungsarmut beziehungsweise Agitiertheit.
Häufig bringen Depressionen auch Konzentrationsschwäche mit sich und eine verminderte Aufmerksamkeit. Dies ist eins der Hauptgründe, warum an Depression erkrankte Menschen in akuten Phasen nicht arbeiten können. Das Gehirn ist in einer mittelgradigen bis schweren depressiven Episode nicht mehr in der Lage, Reize gezielt zu verarbeiten. Das Fokussieren auf einen Sachverhalt für längere Zeit gelingt nicht mehr. Produktives Nachdenken über etwas, das nicht mit der Depression zusammenhängt, also weder Auslöser noch Gegenstand der depressiven Gedanken ist, funktioniert schlichtweg nicht, weil das Gehirn wie unter einer Überbelastung kapituliert hat. Der normale Abwehrmechanismus greift nicht mehr, seitdem die auslösende Situation eingetreten ist.
Durch die Überforderung mit der depressionsauslösenden Situation ist nicht nur Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigt, sondern auch die Emotionalität und die emotionale Verarbeitung von Reizen. Typisch für eine Depression ist das Schwinden des Interesses allgemein, aber sogar auch der Verlust von Interesse und Freude an Dingen und Aktivitäten, die bisher positiv besetzt waren oder zumindest als angenehm empfunden wurden. Es fühlt sich an, als man zu nichts mehr Lust. Dazu kommt, dass die Motivationsversuche von Angehörigen nicht zum gewünschten Erfolg führen, weil positive Emotionen nicht länger ansteckend sind als würden sie die depressive Person nicht erreichen. Sie vermag nicht mehr mitzufühlen, wenn andere um sie herum fröhlich sind oder wenn ein freudiges Ereignis eintritt wie die Geburt eines Enkels oder gar das eigene Baby.
Schuldgefühle aufgrund der mangelnden positiven Emotionen und Gefühle von Wertlosigkeit aufgrund der Antriebslosigkeit treten typischerweise auch schon bei einer leichten depressiven Phase auf. In extremeren Fällen reicht der Vertrauensverlust in die eigene Person und die eigenen Fähigkeiten so weit, dass sich die Person selbst einfache Handlungen im Haushalt nicht mehr zutraut aus Angst, etwas kaputt zu machen.
Hinzu kommt eine düstere Zukunftsperspektive. Wer sich die Zukunft negativ und pessimistisch ausmalt, kann schnell depressive Züge entwickeln. Die hoffnungslose Sicht auf die bevorstehende Zeit hängt zusammen mit dem Mangel an Selbstvertrauen. Ein überdauerndes, verstärktes Grübeln voller Sorge kann auch zu Schlafstörungen führen. Aber ebenso die motorische Unruhe ist Auslöser für Ein- und Durchschlafstörungen oder verfrühtes Erwachen. Das ist ein Zeichen dafür, dass der Körper nicht die Entspannung findet, die er braucht, selbst wenn die Person Müdigkeit verspürt. Unausgeruhtsein zehrt wiederum am Nervenkostüm, sorgt für weitere Erschöpfung und Passivität sowie für beeinträchtigte Konzentrations- und Denkfähigkeit.
Neben Suizidgedanken kann es bei Depression auch zu selbstverletzendem Verhalten kommen. Dies tritt zum Beispiel bei Jugendlichen eher auf als bei älteren Menschen. In der Jugend kann Depression auch atypische Formen annehmen. Das hat wahrscheinlich mit der noch nicht abgeschlossenen Gehirnentwicklung in der Adoleszenz zu tun. Dann wird die Stimmungsänderung mitunter auch von Reizbarkeit begleitet oder von exzessivem Alkoholkonsum. Ein histrionisches Gebaren, also theatralisches Verhalten und der Hand zum Dramatisieren können ebenso als untypische Symptome bei Depression auftreten wie eine Verstärkung von bereits vorher bestehenden phobischen Ängsten oder von zwanghaften Symptomen. Oder die Depression ist hinter hypochondrischem Grübeln verdeckt.
Von Person zu Person ist es unterschiedlich, durch welche Symptome sich die Depressionen verstärkt zeigen. So können Appetitlosigkeit und Schlafstörungen im Vordergrund stehen oder das Krankheitsbild ist von pessimistischen Zukunftsgedanken und durch ein vermindertes Selbstwertgefühl geprägt. Nicht jedem Betroffenen ist die Depression sofort anzusehen, nicht zuletzt, weil die Symptome so individuell zutage treten. Bei einigen schlummert die Depression tief im Innern und kann nur schwer nach außen hin gezeigt werden und erst recht nicht gegenüber anderen. So kann der Betroffene in einer Gruppe mitreden und lachen, obwohl er sich innerlich ganz anders fühlt. Anderen Menschen hingegen ist eine Depression sofort anzusehen, vielleicht aufgrund des Schlafmangels und vielen Weinens etwa oder weil ihre schlaffe Körperhaltung mit den herabhängenden Schultern alles verrät. Währenddessen leiden andere unter Ruhelosigkeit und wirken eher getrieben und mehr unzufrieden bis verzweifelt als niedergeschlagen und agitiert.
Trotz der unterschiedlichen Symptome münden stärkere Depressionen eigentlich automatisch in Jobverlust und zum Ausschluss vom gesellschaftlichen Leben, was an der schnellen Ermüdbarkeit und der Freudlosigkeit liegt. Je nach Kultur und Mentalität ihres Herkunftsortes sehen sich Depressive mit Unverständnis in ihrem Umfeld konfrontiert. Für viele hat Depression noch immer etwas mit mangelnder Selbstdisziplin zu tun. So wird den Betroffenen dann vorgeworfen, sie würden sich nicht richtig zusammenreißen, würden sich willentlich hängen lassen. Daraus wird deutlich, wie schwer die depressive Emotionalität nach außen zu vermitteln ist, obwohl der Betroffene sie ganz intensiv spürt.

Ursachen

Depression Ursachen

Die Faktoren, die eine Depression begünstigen, sind vielfältiger Natur. Es geht meist um ein Zusammenspiel von biologischen, psychischen und psychosozialen Einflüssen. Stress, Krisen und Krankheiten führen eher zu Depression, wenn eine genetische Disposition vorliegt. Daneben können Depressionen auch aufgrund neurologischer Erkrankungen entstehen.
Ein disponierendes Charakteristikum der Persönlichkeit ist der Perfektionismus. Die selbstkritische Haltung sich selbst gegenüber und der hohe Leistungsanspruch oder ein erhöhtes Verantwortungsgefühl machen uns anfällig für Depression und Burnout im Gegensatz dazu, wenn jemandem auch mal Fünfe gerade sein lassen kann.
Des Weiteren sind traumatische oder sehr traurige Ereignisse Auslöser für Depressionen, wenn das schreckliche Erlebnis durch Abspaltung vom gesunden Persönlichkeitsanteil aus dem Bewusstsein gestrichen wird.
Aber auch bestimmte Kognitionen können depressiv machen und die Depressivität aufrecht erhalten. Damit sind negative Denkmuster gemeint und ein automatisches Wahrnehmungsschema mit selbstabwertenden Tendenzen. Unbewusst werden Situationen und Verhaltensweisen anderer so gedeutet, als seien sie Beweis für eine eigene Minderwertigkeit. Dieses Gefühl, schlecht zu sein und schlecht behandelt zu werden, liegt in einem selbst, wird jedoch nach außen projiziert. Frühere Erfahrungen führten einmal zur Entstehung derartiger negativer Annahmen. In der Gegenwart sind diese Überzeugungen jedoch hinderlich, weil sie nicht mit der aktuellen Realität übereinstimmen. Sie führen zu einer verzerrten Wahrnehmung und wirken sich damit auf die Gefühlswelt und die Verhaltensweisen des Depressiven aus.
Ein unbewusster innerer Konflikt, der verdrängt wird, führt zwangsläufig zu Problemen mit sich und innerhalb zwischenmenschlicher Beziehungen. Zu einer Depression kommt es auch infolge von verdrängten Ambivalenzen. Zum Beispiel kann Verleugnung der eigenen Bedürfnisse zugunsten einer Anpassung an äußere Erwartungen in Depressionen münden. Warum die von anderen gestellten Anforderungen über das eigene Wohl gestellt werden, hängt mit der individuellen Lebensgeschichte zusammen. Ein Blick zurück ins eigene Elternhaus gibt Aufschluss über die Art der beiden in Konflikt stehenden Grundbedürfnisse, dessen adäquate Lösung noch aussteht, um beide Tendenzen ausgewogen erleben zu können.