Phobien

 

  

Redeangst
Ursachen- statt Symptombekämpfung!
Definition

Phobien Definition

Angststörungen als psychische Störungen, die durch starke, kaum kontrollierbare Angstreaktionen trotz des Fehlens einer äußeren Bedrohung gekennzeichnet sind, können in zwei Formen unterteilt werden:
Unspezifische und diffuse Ängste treten zufällig, sprich ungerichtet, ohne einen konkreten Auslöser auf.
Phobische Ängste hingegen sind immer auf eine bestimmte Situation, einen Ort oder ein spezifisches auslösendes Objekt gerichtet.
Als Beispiele für spezifische Phobien können die Arachnophobie (Angst vor Spinnen), Akrophobie (Angst vor Höhe), Aviophobie (Angst vor dem Fliegen) oder Dentalphobie (Angst vor dem Zahnarzt) angeführt werden. An sich können Menschen jedoch in Bezug auf jede Situation, jeden Ort und jedes Objekt eine phobische Angst entwickeln.
Besonders bekannt und verbreitet sind die Agoraphobie, die Klaustrophobie und die Soziale Phobie.

Bei der Agoraphobie (auch als „Platzangst“ oder „Raumangst“ bezeichnet) haben die Phobiker Angst sich auf weiten öffentlichen Plätzen aufzuhalten oder vor größeren Ansammlungen von Menschen. Die Betroffenen fürchten dabei nicht schnell an einen als sicher empfundenen Ort flüchten und sich zurückziehen zu können. Im Hintergrund steckt die Angst davor die Kontrolle verlieren zu können, aufzufallen, sich peinlich zu verhalten. Die Furcht plötzlich Wasser lassen oder sich übergeben zu müssen, zu erröten, aus dem Nichts ohnmächtig zu werden und damit Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, führt häufig dazu solche Orte und Situationen zu vermeiden und sich zurück zu ziehen.

Im Gegensatz dazu, haben Menschen, die unter einer Klaustrophobie leiden Angst vor zu engen und geschlossenen Räumen. Die Phobiker fühlen sich schnell eingesperrt, haben Angst nicht fliehen zu können und fürchten zu ersticken. Es werden zum Beispiel Aufzüge, überfüllte Züge und Busse, Flugzeuge, Keller- oder Umkleideräume gemieden.

Bei der Form der sozialen Phobie handelt es sich um eine massive Angst davor in soziale Situationen zu geraten, in denen die betroffene Person im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht.
In diesem Moment herrschen Befürchtungen an sie gerichtete Erwartungen nicht erfüllen zu können, sich zu blamieren und in Folge dessen abgelehnt zu werden, vor. Solch eine Angst vor negativer Bewertung durch die Mitmenschen kann zum Beispiel vor Gesprächen mit dem Vorgesetzten, vor dem Reden in der Öffentlichkeit oder vor Behördengängen auftreten. Aber auch mögliche Kritik und Prüfungssituationen werden als bedrohlich empfunden. Je nach Ausprägung reicht der bloße Gedanke an solche eine Situation um die Angstgefühle auszulösen.
Meist ist die soziale Phobie die Folge von einem geringen Selbstwertgefühl und der eigenen Überzeugung Situationen nicht selbstständig erfolgreich bewältigen und meistern zu können.

Soziale Phobien können als eigene Erkrankung auftreten, aber auch ein Symptom einer anderen psychischen Störung wie beispielsweise einer Depression darstellen.

Im Grunde können Phobien in Bezug auf unendlich viele Situationen oder Objekte gerichtete sein. Es stellt sich nur immer die Frage nach dem Krankheitswert. Erfolgt durch die Vermeidung eine Beeinträchtigung im alltäglichen Leben? Hat eine betroffene Person Angst vor dem Fliegen mit einem Flugzeug, muss dieses jedoch geschäftlich nicht tun und hält sich sowieso lieber im eigenen Land auf oder nutzt ein anderes Verkehrsmittel für (Urlaubs-)Reisen, so ist die Angst nicht weiter einschränkend. Ausschlaggebend ist zudem die Ausprägung. Es macht einen Unterschied, ob ein Mensch nur Respekt vor Schlangen hat oder einen Raum, in dem eine Schlange in ein Terrarium gehalten wird, nicht betreten kann und massiv mit Angstsymptomen reagiert.

 

 

Auswirkungen

Phobien Symptome

Bei phobischen Ängsten werden häufig körperliche Symptome, wie muskuläre Anspannungen, Herzrasen, Gefühlen von Atemnot, erhöhte Schweißproduktion, Übelkeit, Zittern oder Ohnmachtsgefühlte wahrgenommen. Diese vegetativen Symptome, für die organisch keine Ursache gefunden werden können, verstärken die Ängste. Oft führt allein der Gedanke an bekannte Angstauslöser zu nur schwer kontrollierbaren Angstgefühlen, bis hin zu Panikattacken. Die Erkrankten wissen meist, dass objektiv betrachtet die Angstreaktion unangemessen der vorherrschenden Situation ist, können die Angstgefühle jedoch ohne Behandlung trotzdem nicht abwenden. 
Da das menschliche Gehirn überlebenswichtige Reize aus der Umgebung filtert, reagieren Phobiker stärker auf für die Phobien relevante Reize, es kommt zu Wahrnehmungsverzerrungen. Menschen mit einer Spinnenphobie können eine in der Umgebung entdeckte Spinne beispielsweise als viel größer wahrnehmen, als eine andere anwesende Person, die sich nicht vor Spinnen fürchtet.
Dadurch, dass die angstauslösenden Gedanken und Situationen von den betroffenen Personen stark gefürchtet werden, versuchen sie die Auslöser zu vermeiden. Dies führt im Alltag zu massiven Einschränkungen der Handlungsfreiheit, die Lebensqualität wird beeinflusst. Eine Angst vor der Angst und der soziale Rückzug sind nicht selten die Folge.

Ursachen

Phobien Ursachen – Tiefenpsychologische Erklärungen

Tiefenpsychologische und psychoanalytische Modelle gehen von der Grundannahme aus, dass die Angstsymptome von Phobien als Ausdruck eines unbewussten innerpsychischen Konfliktes zu verstehen sind. Solch ein Konflikt kann zum Beispiel sein auf der einen Seite in einer bestimmten Art und Weise handeln zu wollen (sprich dem triebhaften Impuls nachzugehen), auf der anderen Seite steht einem jedoch das strenge Gewissen entgegen. Es erfolgt eine Verdrängung des Wunsch-Gewissens-Konfliktes. Dabei erfolgt eine Verschiebung auf bedeutungs- oder belanglose Situationen oder Objekte. Letztere können zumeist leichter vermieden werden als die innerpsychischen Konflikte. Wurde eine Person zum Beispiel in der Kindheit schmerzlich von einer nahestehenden Bezugsperson getrennt, kann die dem Menschen unbewusste Angst wieder eine Trennungserfahrung zu machen, indem sie allein gelassen oder abgelehnt wird, Phobien oder andere Angststörungen entstehen lassen. Es handelt sich bei der Verschiebung im Grunde also um eine Vermeidungsstrategie. Der Kompromiss besteht darin, dass verbotene Bestrebungen unbewusst, also verdeckt bleiben, jedoch als Phobien in verzerrter Form teilweise ausgelebt werden können. 
Der Nachteil ist, dass die eigentliche gerichtete Angst durch die Verschiebung zu einer ungerichteten diffusen und zufällig auftretenden Angst wird. 
Wird der innere Konflikt nicht aufgedeckt, kann zwar versucht werden die Symptome der Phobien abzuschwächen, die eigentliche „Ursache“ wird damit jedoch nicht durchgearbeitet.
In einigen Fällen handelt es sich auch um ein Übertragungserleben. Das heißt die Angst kann von einer nahestehenden Person erlernt oder übernommen worden sein. Hat zum Beispiel eine Mutter panische Angst vor Wildschweinen, kann dieses Modell auf das Kind übertragen werden, sodass dieses sich nicht traut im Wald spazieren zu gehen ohne dass sich vielleicht das Kind im Erwachsenenalter die Ursache der übertriebenen Angst erklären kann. 
Dadurch dass die Auslöser von Phobien so vielfältig sein können, gibt es meist keine eindeutige Erklärung wie sie entstanden. Dies gilt es im Individualfall mittels Psychotherapie herauszufinden und zu bearbeiten.

Phobien Behandlung

Phobien überwinden

Doch warum auch immer Sie bestimmte Phobien haben, das Wissen darüber wird Ihnen alleine nicht helfen. Die relevanten Ängste können Sie jedoch auflösen. Natürlich können wir Ihnen nicht sagen, welche tiefere Angst denn hinter Ihrer Phobie steht. Was wir aber machen können, ist Ihnen anzubieten doch jetzt Ihre Phobie aufzulösen.  

Phobie auflösen

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Viel Erfolg!

Frage: Wenn ich die „vordergründige“ Angst meiner Phobie aufgelöst habe, dann habe ich aber nicht die dahinterliegende Angst aufgelöst oder?

Antwort: Nein, die bleibt davon unberührt. Wenn Sie sie auch auflösen wollen, dann müssen Sie sie spezifizieren. Überprüfen können Sie Ihre Vermutungen mit dem folgenden Angsttest.

 

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logophobie

Phobienliste

Liste von Phobien

Hier finden Sie eine kleine Liste an typischen Phobien. Die Internationale Klassifikation der Krankheiten (International Classification of Diseases – ICD-10) definiert Spezifische Phobien (ICD-10 F40.2) als Ängste, die auf eng umschriebene Situationen wie z.B. die Nähe von bestimmten Tieren, Höhen, Dunkelheit oder Fliegen beschränkt sind.

Phobiename  //     Angst vor…   //    ICD-10 Code 

Achluophobie //  Dunkelheit, auch Nyktophobie

Aelurophobie //  Katzen // F40.2

Agoraphobie //  (räumlich) weiten Plätzen, Reisen, Menschenansammlungen // F40.0

Aichmophobie //  spitzen oder scharfen Gegenständen (siehe auch Trypanophobie, Spritzen) // F40.0

AIDS-Phobie //  AIDS // F45.2

Ailurophobie //  Katzen // F40.2

Akarophobie //  Insektenstichen/Infektion durch Milben und Zecken // F40.2

Algophobie //  Schmerzen

Akrophobie //  Höhe und Tiefe // F40.2

Amaxophobie //  Autofahren // F40.2

Androphobie //  Männern

Anthropophobie //  Menschen und der Gesellschaft // F40.1

Aphephosmophobie //  Berührung durch andere Lebewesen; eine // Form der Berührungsangst

Aquaphobie spezifische // Furcht vor Wasser, auch als Hydrophobie bezeichnet

Arachnophobie //  Spinnen // F40.2

Arbeitsplatzphobie //  Arbeitsplatz // F40.8

Arztphobie //  Ärzten // F40.2

Autophobie //  alleine u./o. auf sich alleine gestellt zu sein oder Angst vor sich selbst

Berührungsangst //  Körperkontakt

Coitophobie //  Geschlechtsverkehr

Dentophobie //  Zahnarzt, Zahnbehandlung

Dysmorphophobie //  Entstellung // F22.8

Enochlophobie //  In Menschenmengen // F40.0

Emetophobie //  Erbrechen // F40.2

Erythrophobie //  Erröten // F40.2

Ergophobie Arbeit  //  Angst zu arbeiten

Gelotophobie //  ausgelacht zu werden

Gephyrophobie Betreten/Überqueren von Brücken // F40.2

Gravidophobie //  Schwangerschaft // F45.2

Gymnophobie //  Angst vor eigener oder fremder Nacktheit // F40.2

Haematophobie //  Blut // F40.2

Heterophobie  // die Ablehnung von Menschen mit anderen Eigenschaften und/oder Einstellungen

Herzphobie //  Herzerkrankungen // F45.2

Homophobie //  die Ablehnung von Homosexualität

Hoplophobie // Feuerwaffen // F40.2

Kairophobie  //  Entscheidungen

Kardiophobie //  Herzerkrankungen // F45.2

Karzinophobie //  Krebs // F45.2

Klaustrophobie //  engen Räumen // F40.2

Koitophobie //  Angst vor dem Geschlechtsverkehr und sexuellen Handlungen

Kynophobie //  Angst vor Hunden // F40.2

Logophobie //  Sprechen

Nekrophobie //  Toten, dem Tod und damit assoziierten Dingen

Schwangerschaftsphobie //  Schwangerschaft // F45.2

Soziale Phobie (Soziophobie) //  Gesellschaft oder Menschen im Allgemeinen/in sozialen Situationen negativ bewertet zu werden // F40.1

Tierphobie auch Zoophobie //  Tieren // F40.2

Trypanophobie //  Spritzen, Injektionen // F40.2

Xenophobie //  die Ablehnung von Fremden

„Wer nicht täglich seine Furcht überwindet, hat die Lektion des Lebens nicht gelernt.“

Paul Gauguin (1848-1903),  französischer Maler, Mitbegründer des Synthetismus und Wegbereiter des Expressionismus