Aktivierung/

Triggern

 

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Triggern

Das (psychologische) Triggern kommt aus dem Englischen und heißt übersetzt: „Auslöser/Aktivator“.

Was heißt jemanden triggern? (Psychologie)

Triggern bedeutet psychische, unverarbeitete Wunden/Verletzungen zu aktivieren. Der Betroffene sieht dann sozusagen psychisch „rot“. Dies löst abnormale Reaktionen aus und diese kommen mit einer starken Intensität und können (temporär) stark belasten. Das kann von einer leichten Wut bis zum blanken Hass gehen.

 

Welche Trigger gibt es?

Der Trigger selber kann verschiedene Sachen sein; ein Satz, eine Frage, eine Situation, eine Gegend, ein Geräusch. Alles, dass an eine alte, unverarbeitete Erfahrung erinnern können und diese damit zu aktivieren. Die Reaktionen sind meistens für die jetzige Situation unangemessen und unverhältnismäßig stark; man reagiert, als wenn man wieder in dieser alten, signifikanten emotionalen Situation ist. Wenn bestimmte Anteile (z. B. Ängste, Wut, Trauer, Scham) damals nicht integriert werden konnten, mussten sie ins Unbewusste verdrängt/abgespalten werden. Daher diese außergewöhnlichen Reaktionen, die meistens für Außenstehende nicht nachvollziehbar sind. Sie weisen auf unbewusstes Material hin, dass aktiviert wurde.

 

Was passiert beim Triggern?

Bestimmte alte (tiefen-) psychologische Verletzungen werden aktiviert (Daher kann man auch von Retraumatisierung sprechen). Das kann verschiedene Prozesse auslösen. Der Betroffene fühlt sich wieder in eine belastende, überfordernde Situation der Vergangenheit zurückgeworfen („Flashback“). Damit können alte unverarbeitete Emotionen, wie Kontrollverlust, Hilflosigkeit, Trauer, Scham, Angst, Wut oder Hass wieder auftauchen. Es kann von einem leichten gereizten Zustand bis hin zum reinen Hass und Panikattacken alles ausgelöst werden. Die Auswirkungen sind so stark, weil diese Emotionen aus der Vergangenheit kommen, früher nicht integriert werden konnten und als Notlösung in das Unbewusste verdrängt worden sind. Daher mag diese extreme Situation für Außenstehende oft irrational wirken. Trigger können viele verschiedene Formen annehmen und können auch immer unterschiedlich wirken.

 

Warum wird man getriggert?

Weil seine alten unverarbeiteten, unbewussten Traumata/Verdrängungen aktiviert werden. Dem ist man ausgesetzt, da man für gewöhnlich seine Trigger selber nicht kennt. Man kann das Triggern auch nicht stoppen oder nicht geschehen lassen, die Reaktionen sind unvermeidlich. Denn eigentlich gibt es für diese Abwehr von diesen unverarbeiteten Emotionen die sogenannten Abwehrmechanismen. Diese wehren diese verdrängten, unbewussten Anteile aus der Erfahrung des Bewusstseins ab. Diese sind damit von der Erfahrungswelt ausgeschlossen. Beim Triggern werden aber genau diese Abwehrmechanismen außer Funktion gesetzt, bzw. sie werden übergangen. Daher kommt das dann zu diesen extremen und unnormalen Auswirkungen. Das ist ein Vorgang/eine Erfahrung, die wohl jeder Mensch schon mal erfahren hat.

 

Wie fühlt sich ein Trigger an?

Es entsteht oft eine unvermeidliche, emotionale Kettenreaktion. Es ist wie ein (schlechter) Film den man nun einfach erlebt, ohne die Möglichkeit auszusteigen. Meistens wird das Selbstbewusstsein dabei stark gemindert, es kommt Wut und Hass auf, gepaart mit Nervosität, Stress, Angst, Trauer oder Frust. Meistens dauert das Triggern an sich nicht allzu lang, wobei man dann natürlich auch noch richtig emotional stecken bleiben kann.

Das Gute ist, ein Trigger, so schlimm es sich anfühlt, löst ein kleines Stück von dieser Verletzung auf.

 

Was wird in mir getriggert?

Das sind unverarbeitete, verdrängte/abgespaltene Anteile, z. B. spezifische Ängste (Angst vor Verlust, Angst vor Verrat), die ins Unbewusste abgeschoben worden sind. Das geschah aus einer Notsituation (Trauma) heraus, da diese Emotionen zu überfordernd waren, um verarbeitet/integriert zu werden. Diese Anteile liegen in Ihrem Unbewussten und haben destruktive Auswirkungen. Sie werden abgeschirmt durch die Abwehrmechanismen. Beim Triggern haben diese Mechanismen aber nichts ausrichten können und daher kommt es zu so einer starken Reaktion.

 

Was kann man gegen das Triggern tun?

Ein Trigger kann nicht vermieden werden, die Reaktionen sind unvermeidbar. Man kann aber versuchen folgende Punkte zu beachten.

Entidentifizierung: Man sollte sich bewusst machen, dass der Trigger eben nur das ist, was er ist, nämlich ein Aktivator. Dieser ist nicht der wirkliche Grund für die Aufregung/Hass in einem, sondern eben nur der Auslöser. Realisiere, dass die unverarbeiteten Sachen in DIR liegen, nicht in dem Anderen. Damit hat der Andere keine Schuld. Don‘t hate the messenger. Zudem keiner weiß, was den Anderen triggert, daher ist das Triggern fast immer ohne Absicht von dem Anderen. Es ist wichtig unter Menschen, mit denen du oft zusammen bist, zu sagen, wenn Dich was triggert. Du brauchst dich nicht zu erklären.

Merke: Du bist nicht krank, es ist nichts falsch mit dir, das sind völlig normale Prozesse, die jeder Mensch durchläuft. Auch hat jeder Mensch solche psychischen Verletzungen.

Doch man kann auch Trigger behandeln!

 

Wie kann ich Trigger behandeln?

Trigger sind sehr wertvolle Hinweisschilder. Denn sie zeigen auf unbewusste Anteile die verdrängt worden sind und daher nicht mehr im Bewusstsein zugänglich sind. Auf Deutsch: Der Betroffene weiß nichts mehr von diesen Anteilen, sie sind von seiner Erfahrungswelt ausgeschlossen. Daher ist das ein wertvoller Zeiger, auf etwas, das wir sonst nicht sehen können und daher auch nicht behandeln können. Diese psychischen Verletzungen sind oft unbewusste, spezifische Anteile, z. B. alte unverarbeitete Ängste oder andere Emotionen. Es gibt also zwei wichtige Schritte bei dem Behandeln von Triggern:

  1. Identifikation des Triggers/Identifikation des verdrängten Anteils
  2. Auflösen des verdrängten Anteils

Beispiel:

Es gibt Menschen, die reagieren sehr sensibel auf Kritik. Sprich sie können mit Kritik überhaupt nicht umgehen. Selbst, wenn man nur ganz sachte und ganz wenig Kritik einstreut, kann es bis zu einer totalen Eskalation kommen. Auch das ist ein Triggern, auch dahinter steckt eine alte, unverarbeitete Angst. Wenn jemand mit Kritik nicht umgehen kann, dann ist es meistens die Angst vor Kritik. Diese liegt verborgen und wird geschützt von sogenannten Abwehrmechanismen. Letztere versuchen nun alle Situationen zu vermeiden, wo es um Angst vor Kritik gehen könnte. Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Abwehrmechanismen, die verschiedene Taktiken anwenden, um den Betroffenen von den unbewussten Anteilen zu schützen. Falls es doch mal dazu kommt, dass mit Kritik konfrontiert wird, dann gibt es eben dieses Trigger-Phänomen. In dem Prozess wird diese alte Angst aktiviert und der Betroffene damit kurz „geflutet“. Das fühlt sich wie ein Stromschlag an, man merkt sofort warum es da Abwehrmechanismen gibt.

Wenn Sie den verdrängten Anteil identifiziert haben, dann können sie ihn auflösen. Meistens ist es genau das, welche die Situation hergibt, das Naheliegende: Trigger bei Kritik liegt die Angst vor Kritik dahinter. Problem mit Entscheidungen, Angst vor Entscheidungen.

Praktisch: Sie haben hier nun im nächsten Abschnitt die Möglichkeit sich auf verschiedene, spezifische Ängste zu testen. Das geht sehr schnell und dann haben Sie gleich Gewissheit. Sprich, so können Sie sich überlegen was wohl hinter dem Triggern bei Ihnen sitzt und gleich hier austesten.

Wenn Sie dann fündig geworden sind, können Sie das Gefundene mit der Angst-Aufösen-App auflösen.

 

Trigger Behandlung

Anteile überprüfen

Hier können Sie sich nun auf spezifische Anteile testen. Wenn Sie also eine Idee oder Vermutung haben, was hinter Ihr Triggern liegt, können Sie das hier nun schnell und effektiv herausfinden.  

Fangen Sie an, indem Sie im nächsten Fenster “Jetzt anfangen” anklicken. Geben Sie dann ihre Vermutung ein, z. B. Angst vor Kritik. 

Wenn Sie fündig geworden sind, können Sie diesen Anteil dann mit unserer Angst-Auflösen-App behandeln. 

Viel Erfolg!  

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„Wer nicht täglich seine Furcht überwindet, hat die Lektion des Lebens nicht gelernt.“

Paul Gauguin (1848-1903),  französischer Maler, Mitbegründer des Synthetismus und Wegbereiter des Expressionismus

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